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für Selbstbestimmtes Wohnen
Lebenshilfe St. Wendel
Wendalinusstr. 30
66606 St. Wendel
Abteilungsleitung
Sibylle Totzauer
Tel. 06851 8306-74
Mobil 0178 7615871
Fax 06851 9374-54
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Wie Freundschaften entstehen
A. und K. sind seit vielen Jahren befreundet und begleiten sich gegenseitig durch die Tücken des Alltages. Beide leben im „Selbstbestimmten Wohnen“ unserer Einrichtung und bewohnen jeweils eine kleine Wohnung in der Innenstadt von St. Wendel.
A. und K. stechen aus Ihrem Wohnumfeld durchaus hervor. K. bedingt durch das Down-Syndrom und A. unverkennbar als Fan eines Fußballvereins mit Shorts, Mütze und Trikot. Immer.
Sie verbringen einen großen Teil ihrer freien Zeit gemeinsam. Jeder der beiden nutzt die Stärken des jeweils anderen für sich selbst. So genießt er die Herzlichkeit und Wärme von ihr, während er selbst den Beschützer und Helfer für sie darstellt. In ihren Schwächen unterstützen sie einander. Was der eine nicht kann – kann der andere.
A. wuchs unter schwierigen Verhältnissen auf. Seine Familie, seit Generationen von Sozialleistungen lebend, konnte ihm weder einen sozialen, noch räumlichen Rückhalt bieten. Zwischenzeitlich lebte er mit seinen Eltern und acht Geschwistern in einer „Gartenlaube“. Nur zu einer einzigen Schwester hat er sporadischen Kontakt, so dass im Laufe der Zeit seine Freundin zu einer Ersatzfamilie für ihn wurde. Die materielle Unterversorgung wurde seit frühester Kindheit zu seinem ständigen Begleiter. In der „Gartenlaube“ gab es weder fließendes heißes Wasser, noch adäquate Sanitäranlagen. Diese Rahmenbedingungen änderten sich für A. erst mit dem Beginn der Betreuung durch das „Selbstbestimmte Wohnen“ der Lebenshilfe St. Wendel.
Die Lebensgeschichte von K. könnte nicht gegensätzlicher zu der ihres Freundes ausfallen. Aufgewachsen bei ihrer Mutter, wurde sie von Anfang an überbehütet und zur absoluten Anspruchslosigkeit und Unauffälligkeit erzogen. Als ihre Mutter immer häufiger unter den Begleiterscheinungen ihres hohen Alters litt, übernahm K. neben ihrer Tätigkeit in der WZB auch die Versorgung des Haushaltes und die ihrer Mutter. Im Laufe der Zeit kristallisierte sich heraus, dass sie mit diesen Aufgaben überfordert war, was zur Folge hatte, dass das Haus, das sie gemeinsam mit ihrer Mutter bewohnte, zunehmend verwahrloste. Irgendwann packte sie unter Tränen ihren Koffer und ging.
Auch für sie begann mit der Betreuung der Lebenshilfe St. Wendel ein völlig neuer Lebensabschnitt.
Heute werden viele Dinge von beiden gemeinsam gemeistert. Ob es die gemeinsamen Einkäufe oder Freizeitaktivitäten sind – nur selten sind A. und K. ohne den jeweils anderen anzutreffen. Oft sitzen sie auch nur gemeinsam in der Sonne und genießen das Wetter und unterhalten sich mit ihren Nachbarn. Beide gelten als vorbildlich in das bewohnte soziale Umfeld integriert und sind, nicht zuletzt durch ihre liebenswerte Art, akzeptiert und gemocht.
Und sollte der geliebte Fußballverein von A. mal ausnahmsweise verlieren, hilft sie ihm auch darüber hinweg mit einem „Ach, nicht so schlimm“.
Eine echte Freundschaft eben …
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