Kontakt

Familienzentrum Kusel
Lebenshilfe St. Wendel
Marktplatz 3
66869 Kusel

Michaela Schreiner-Laub (Leitung)

Kurt Stutzenberger
(stellvertretende Leitung)

Tel. 06381 42505-46
Fax 06381 42505-62



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Soziale Gruppe Kusel



In der Sozialen Gruppe des Familienzentrums Kusel haben mittlerweile im Durchschnitt 12 Kinder und Jugendliche einen Ort gefunden, der weitgehend unbelastet ist und ihnen die Möglichkeit bietet, ihre Fähigkeiten im schulischen, sozialen und lebenspraktischen Bereich zu erweitern. Außerdem können sie dort bestehende Schwierigkeiten verringern und Förderungen erfahren.

Die Kinder und Jugendliche selbst beschreiben das Gruppenangebot wie folgt:

„Projekte, die sich Kinder aussuchen können“ (Ph., 11 Jahre)
„Abschlussrunde, um zu wissen, was gut und schlecht war“ (A., 12 Jahre)
„Nicht die Brüder schlagen lernen“ (N., 8 Jahre)
„Lernen, mit Leuten besser umzugehen“ (Ch., 10 Jahre)

Die Soziale Gruppe ist ein intensives und breit angelegtes Schwerpunktangebot des Familienzentrums und findet derzeit an drei Tagen in der Woche statt. Darüberhinaus werden in den Ferienzeiten verschiedene Aktivitäten für Kinder und Jugendliche der Sozialen Gruppe angeboten.

Bei Bedarf und nach Rücksprache mit den Eltern werden Kontakte zu Schulen aufgenommen und Lehrer angesprochen – besonders bei bestehenden Schwierigkeiten im Schulalltag der Kinder und Jugendlichen.

Die Aufnahmegründe sind normalerweise Verhaltensauffälligkeiten (in der Regel mit Schulproblemen verbunden), soziale Schwierigkeiten verschiedenster Ausprägung und häusliche Schwierigkeiten.

Der Zugang zum Angebot der Sozialen Gruppe erfolgt ebenfalls über einen entsprechenden „Antrag auf Hilfe zur Erziehung“ beim Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamtes Kusel oder ist als zusätzliches Angebot im Rahmen einer gewährten und bereits laufenden Hilfeleistung möglich.

Das Zugangsalter liegt bei etwa 6 Jahren (ab Einschulung) und ist nach oben offen. Je nach aktueller Altersstruktur der Gruppe werden alterspezifische Strukturen geschaffen bzw. wird die Gruppe zu bestimmten Angeboten so geteilt, dass die altersentsprechenden Bedürfnisse Berücksichtigung finden.

Die Mitarbeiter(innen) der Sozialen Gruppe erstellen für die einzelnen Kinder individuelle Hilfepläne. Regelmäßig findet ein Austausch in Teambesprechungen und bei Bedarf in kollegialer Fallberatung statt.
Regelmäßige Elterngespräche sind selbstverständlich und sonstiger Unterstützungsbedarf, der sich aus der Zusammenarbeit ergibt, wird berücksichtigt.

"Integrierende Sozialpädagogische Förderung" - ein Gemeinschaftsprojekt
Seit Oktober 2010 gibt es im Landkreis Kusel ein neues Modellprojekt, welches an zwei Schwerpunktschulen des Landkreises angeboten wird. Kennzeichnend hierfür ist die enge Kooperation und Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Schule. Die Familienhilfestelle Kusel der Lebenshilfe St. Wendel bietet in diesem Zusammenhang die "Integrierende Sozialpädagogische Förderung" an der Grundschule Luitpold in Kusel an. Zwei Module des pädagogischen Handelns sind zentral. Neben der Begleitung, Unterstützung und Integration der vom Jugendamt zugewiesenen Kinder im Schulalltag, ist die Kleingruppenarbeit im Nachmittagsbereich zur Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten und Auffälligkeiten im Sozialverhalten ein weiterer Baustein. Die Ausgestaltung der Hilfe basiert auf Grundlage eines individuellen Entwicklungs- und Förderplanes in regelmäßiger, zeitnaher Absprache mit den Lehrkräften, um eine passgenaue Unterstützung zu gewährleisten. Erweitert wird die Integrationsbetreuung eines einzelnen Schülers durch ergänzende Angebote und Projekte für die gesamte Klasse bzw. Schule, wie zum Beispiel in Form von Trainingsprogrammen zur Sozialen Kompetenz, zur Steuerung des eigenen Verhaltens und zum Umgang mit Konflikten, Training zum Angst- und Stressabbau, Mediatorenausbildung mit Schülern und die Marburger Konzentrationstrainings. Da beide Lebenswelten des Kindes "Schule und Familie" sich wechselseitig bedingen und die Eltern gleichermaßen in der Verantwortung für Erziehung, Bildung und Persönlichkeitsentwicklung ihrer Kinder stehen, ist die Elternarbeit im Rahmen des Modells ein weiterer, notwendiger Bestandteil.

In partnerschaftlicher Zusammenarbeit aller Beteiligter werden demnach Ziele wie die Verbesserung des Schulklimas, die Einbeziehung sozialpädagogischer Fachkompetenz in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen an der Schule und die Vermeidung von Schulversagen und Ausgrenzung.

Krabbelgruppe Kusel
Die Krabbelgruppe wurde 2008 von Mitarbeiterinnen des Familienzentrums Kusel ins Leben gerufen.
Seitdem treffen sich Heike Schuff, Petra Nikola und Sabrina Lüders jeden zweiten Donnerstag von 9:00 bis 11:00 Uhr mit Müttern und deren Kindern, die im Rahmen der ambulanten Jugendhilfe betreut werden, in den Räumlichkeiten des Familienzentrums Kusel.
Die Kinder im Alter von 18 bis 35 Monaten, die im Moment in der Krabbelgruppe sind, besuchen noch nicht den Kindergarten. Die Krabbelgruppe ist somit neben der ambulanten Familienhilfe, die vom Jugendamt bewilligt ist, eine weitere Möglichkeit, die Kinder in ihrer Entwicklung gezielt zu fördern.

Der Morgen in der Krabbelgruppe:
Nach einem gemeinsamen Frühstück in der geräumigen Küche geht es ins Spielzimmer. Dort gibt es viele tolle Dinge, welche die Kinder mit großem Interesse erforschen. Mit Freude und Spaß erkunden die Kleinen die verschiedensten Materialien und Spielzeuge. Besonders begehrt sind z.B. die rote Rutsche, die Bauklötze, eine Kindertafel mit Kreide oder auch die Bilderbücher sowie Puzzles. Das absolute „Highlight“ ist immer wieder das Bällchen-Bad. In dem aufgeblasenen Planschbecken haben die Kinder eine Menge Freude mit den bunten Bällen, die sie vergnügt hin- und herwerfen. 

Die Mütter können Vorschläge einbringen, was sie gerne mit den Kindern tun möchten. Je nach Wetter findet die Spielzeit drinnen oder draußen statt. Neben Bewegungsangeboten, wie spazieren gehen und auf dem Spielplatz herumtollen, richten sich die Angebote auch nach der jeweiligen Saison. So wurden in der Adventszeit Plätzchen gebacken, was vor allem für die Kinder eine tolle Erfahrung war, die mit all ihren Sinnen das Material „Teig“ genossen haben (kneten, formen, riechen und natürlich zwischendurch naschen).

Das Konzept der Krabbelgruppe basiert auf dem Anspruch, Eltern „Handwerkszeug“ mit auf den Weg zu geben, wie sie sich sinnvoll mit ihren Kindern beschäftigen können und so eine positive Entwicklung beeinflussen. Dabei geht es auch um die Sprachentwicklung, die gezielt gefördert werden soll.

Die Mütter können durch „Lernen am Modell“ ihre elterlichen Kompetenzen wahrnehmen und stärken – durch Beobachtung, wie die Familienhelferin in bestimmten Situationen auf das Kind reagiert und mit ihm spricht oder auch durch Anregungen im Gespräch.
Wichtig ist es auch, sich immer wieder Zeit zu nehmen für die kleinen und großen Sorgen der Mütter.

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