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"Ich hann gudd Schmackes" - DFB - Mobil in Gehweiler


Text und Bild von Georg Lauer
Sie hatten Spaß, richtig viel Spaß. 30 junge Menschen mit Behinderung der Lebenshilfe St. Wendel waren vom Besuch des DFB - Mobils in Gehweiler hellauf begeistert. Der DFB - Deutscher Fußball Bund fährt mit seinem DFB - Mobil und einem erfahrenen Trainerteam zu Vereinen in Deutschland, um vor Ort Begeisterung im Kinder- und Jugendtrainig zu wecken. Üblicherweise ist man beim Training der örtlichen Fußballvereine zu Gast. In Gehweiler gab es in Zusammenarbeit mit dem SV Viktoria Gehweiler und dem Saarländischen Fußballverband eine Trainigseinheit speziell für behinderte Sportler - für das DFB - Mobil eine bisher bundesweit einmalige Sache.

Trotz der Hitze bittet das Trainerteam um Heino Schmidt und Benedikt Schäfer wie bei den Profis erst mal in kleinen Gruppen zum Aufwärmtraining. Silke, Olli, Freddy, Sebastian und Co. laufen ein wenig und dehnen ihre Muskeln - anstrengend, aber lustig. Dann werden die Mannschaften gebildet und es gibt ein kleines Fußballtunier - mit dem Ball macht das Training natürlich doppelt Spaß.

Silke mischt locker mit den Jungs mit. Für sie ist das überhaupt kein Problem: "Ich hann gudd Schmackes und früher aach schonmol in Linxweiler gespielt, das geht!" Und als begeisterter Fan der Roten Teufel des 1. FC Kaiserslautern weiß Silke auch ganz genau, worum es geht: "De Ball muss in de Kaschte!" Aber gerade das ist nicht so einfach, denn in diesem steht "Lehmann" Fredy und der "klebt" regelrecht auf seiner Torlinie: "Ich bin Doormann, ich muss halle." Fredy hält sein Tor sauber und Bomber Sebastian hämmert dem Silke - Team eine Bombe rein.

Lebenshilfe - Geschäftsführer Peter Schön schwärmt: "Das ist doch klasse. Fußball bedeutet Lebensfreude, bedeutet Spaß an der Bewegung. Ich wäre sehr dafür, das öfter zu machen. Behindertsein ist ein Phänomen, das in unserer Gesellschaft alltäglich sein sollte. Der Sport verbindet Menschen mit und ohne Behinderung, das ist allerbeste Integration. Herzlichen Dank an Heino Schmidt, der den Kontakt zum DFB herstellte."

Zum Schluss des Tuniers gibt es einen besonderen Höhepunkt: Das Finale einer Lebenshilfe - Auswahl gegen das Trainerteam, im Bild festgehalten vom Kamerateam des DFB, das einen Film für die Internetseite des DFB dreht. 2:2 endet das Spiel und so muss man den Sieger im Elfmeterschießen ermitteln. Jetzt kommt die große Stunde des Fredy "Lehmann". Die Betreuer haben ihm, wie einst seinem Vorbild Jens Lehmann, einen Zettel zugesteckt, auf dem die Lieblingsecken der gegnerischen Elfmeterschützen notiert sind. Das wirkt, Fredy hält zwei Elfer und das Lebenshilfe - Team gewinnt.

"Integration liegt dem DFB und unserem Präsindenten Theo Zwanziger besonders am Herzen. Da passt die heutige Veranstaltung prima", erläutert Dr. Steffen Deutschmann, Referent für Breitenfußball beim DFB, nach dem Spiel. Er hat sogar etliche Geschenke für die Lebenshilfe KickerInnen mitgebracht: Bälle, DFB - Shirts, Autogramm - Karten der Nationalspieler von Neuer über Poldi bis hin zu Ballack und Pins mit dem vierten WM - Stern. Es war ein toller Nachmittag für die behinderten Sportler und Zuschauer. Begeisterung pur - Sport verbindet halt wirklich.

zur Bildergalerie mit Bildern von Rudi Schmitt



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